So, liebe Unterhaltungsfreaks. Es ist wieder soweit, das Wintersemester hat begonnen.
Wie bei jedem neuen Semester fragt man sich zu Anfang, was es einem wohl so bringen mag. Heute morgen saß ich um 11 Uhr brav in der Kernphysik-Vorlesung bei der Frau Sörgel, das klang schon mal vielversprechend. Rechnen der Übungszettel ist Pflicht, 50% der Punkte nötig zur Klausurzulassung. Klingt nach Arbeit, ist aber für faule Studenten wie mich wiederum gut. So arbeiten wir alle fleißig mit und am Ende gibt es keinen Stress! Hat doch was für sich, oder? Und eiskalten, schwarzen Humor hat die Frau heut Morgen auch schon bewiesen. Ich fand’s lustig.
Um 16 Uhr begann dann die Astronomie-Vorlesung “Cosmology” beim Herrn Schneider. Auf die Vorlesung habe ich mich schon lange gefreut, weil sie das behandelt, was ich in Astro I und II am interessantesten fand. Die Enstehung unseres Universums, allgemeine Relativitätstheorie, Gravitationslinsen und noch einigem mehr an interessanten, wissenswerten Dingen über unsere Welt. Spannend ist dieser Forschungszweig vor allem, weil sich die grundlegenden Dinge erst in den letzten 90 Jahren ergeben haben und man ständig neues findet. Die Astronomie steckt derzeit eben noch in den Kinderschuhen, es gibt also noch viel zu entdecken! Das, was der Prof. erzählt, ist oft nur seine eigene Meinung. Andererseits ist man oft gehalten, sich eine eigene Meinung zu Dingen bilden, die eben erst erforscht werden, noch nicht erforscht wurden. Und auch sonst kann man Kosmologie kaum mit etwas vergleichen. Wie in Astro II schon gesagt, wir haben eben nur ein Universum. (Zumindest kennen wir nur das eine.) Man kann nicht beobachten, ein Gesetz aufstellen und mit anderen Universen vergleichen. Das schränkt einen sehr ein, weil man gewisse Dinge voraussetzen muss, wie z.B., dass die physikalsichen Gesetze, die hier und heute gelten, auch zu jeder anderen Zeit an jedem anderen Ort im Universum gelten. Sonst könnten wir es ja schlecht beschreiben. Andererseits ist das wieder eine ziemlich spannende Sache. Wir nehmen irgendwie doch soviele Dinge hin, von denen wir sagen “wir wissen”, aber in Wahrheit nehmen wir es nur an, weil wir es nicht anders kennen. Das ist das, was ich am Thema am meisten mag. Man beschränkt sich nicht auf unseren kleinen Fuzzi-Planeten, man betrachtet soviel mehr, soviel wirklich unglaubliches!
Macht einfach Spaß, auch wenn’s nicht ganz einfach werden wird. Aber wer will’s schon einfach haben, wenn er’s interessant haben kann?! ![]()
Was die ganze Sache noch sehr erschweren wird, ist die Tatsache, dass die Vorlesung Montag Nachmittags von 16 bis 20 Uhr stattfindet. In einem relativ kleinen Raum, draußen ist es nach 17 Uhr dunkel (Wintersemester eben), die Fenster sind geschlossen, der Sauerstoffgehalt im Raum sinkt, die Augenlieder werden schwerer und vorne steht jemand, der auf englisch komplizierte Dinge erzählt. Das einzige, das in dieser Situation hilft, ist KAFFEE! hihi. Also hatte ich heute mal spontan einen Liter von diesem Wundermittel on board, und der war auch gegen Ende der Vorlesung verbraucht…
Daneben stehen dann wohl noch Quantenmechanik II und Kernphysik auf dem Programm. Kernphysik ist sicher das erste, auf das ich keine Lust mehr haben werde. Schon wegen unserem selbstverliebten Herrn Klein.. Ein Experimentalphysikschein reicht dieses Semester, wer will dann schon zwei davon machen?
Nur verstehen muss man’s doch irgendwie in den kommenden vier Semestern…. Doofe Sache!
So, an dieser Stelle mal eine Frage an euch: Wie schaut’s bei euch dieses Semester aus? Was hört ihr so? Schon viel vorgenommen?
Ausnahmsweise mal die Übungsaufgaben selbst rechnen und nicht jeden Morgen die 10 Uhr-Vorlesung verschlafen? Ich werd’s zumindest mal versuchen! ![]()