Heute ist es wieder soweit. Zu Ehren von Frau van der Leyen halten wir unseren von Paul einberufenen zweiwöchigen Zocker-Abend ab, an dem wir brutale, menschenverachtende und gewaltverherrlichende Mordsimulationsspiele spielen. *Ich krieg schon eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke*
Dadurch steigt natürlich das nicht auszuschließende Risiko, das wir in den nächsten 5 Tagen Amok laufen. Deshalb empfehle ich euch, in den nächsten 5 Tagen nicht zur Schule zu gehen, den Unikram zu Hause zu erledigen und öffentliche Plätze zu meiden, damit wir uns nicht auf der Titelseite der BILD wiedersehen müssen. Denn Killerspiele resultieren zwangsläufig in einem Blutbad auf einem Schulhof. Warum sonst sollte man sie verbieten wollen. Is’ ja logisch, ne?! Ich werde auch auf jeden Fall einen Screenshot machen und ihn ausdrucken. Damit anschließend jeder darauf zeigen und sagen kann: Siehste mal wieder, das Killerspiel war schuld.
In Zukunft machen wir auch bestimmt mal einen Ausflug zum Paintball, um noch ein bisschen Blut zu lecken. (Merke: Rote Farbkugel = Arterie getroffen; Blaue Farbkugel = Vene getroffen)
Also bleibt wachsam. Ab heute Abend sind wir nämlich dann auch automatisch psychisch labil und werden Probleme kriegen, mit anderen Menschen klar zu kommen und uns immer weiter abkapseln. Ihr werdet schon sehn!
Hochachtungsvoll,
ihr freundlicher(*) Psychopat von nebenan.
(*) Edit by kumzugloom: Es müsste wohl eher heißen:
Ihr NOCH, in Ermangelung ausreichender Dosen an Killerspielen, freundlicher Psychopat von nebenan.
Na dann haben wir’s ja schon. Wie war das doch gleich mit den “Internetsperren gegen Kinderpornographie im Netz”? Gegen Kinderpornographie im Netz nützt diese Vorgehensweise leider rein gar nichts. Dafür legt sie aber den Grundstein für weitere, vollkommen unkontrollierte Zensuren im Internet.
“Eine Zeitung darf ja auch keinen Mordaufruf veröffentlichen” begründete Dieter Wiefelspütz, SPD-Bundestagsabgeordneter und Sprecher der Arbeitsgruppe Innenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion gegenüber der Berliner Zeitung, warum er sich Internet-Sperren auch abseits des Kampfes gegen Kinderpornographie vorstellen kann. (heise.de)
Da fass ich mir doch an den Kopf und stelle mir die Frage, ob der gute Mann überhaupt weiß, was “dieses Internet” eigentlich ist. Auf jeden Fall ist es kein rechtsfreier Raum, als welcher es immer dargestellt wird. Auch hier gelten die Gesetze der BRD. Natürlich darf man auch im Internet keinen Mordaufruf veröffentlichen. Man kann aber, das ist wohl wahr. Aber eine Zeitung kann auch! Begeht jemand eine Straftat, gibt es strafrechtliche Wege, diese zu verfolgen. Zensur ist der vollkommen falsche Weg. Und einen Mordaufruf im Internet wird sie auch niemals aufhalten können. Dafür kann man mit ihr jedoch völlig intransparent Webseiten sperren und unschuldigen Bürgern großen Schaden zufügen und ihnen Freiheit entziehen. Glückwusch zu diesem Standpunkt, lieber Dieter Wiefelspütz. Sie haben die Welt leider noch nicht so recht verstanden. Manchmal soll es schon helfen, ein bis zwei Schritte weiter zu denken und sich über Konsequenzen im Klaren zu sein. Kausalität ist hier das Stichwort. Vielleicht sollten sie das mal in der Wikipedia nachschlagen.
EDIT Wiefelspütz dementiert Zeitungsbericht über angebliche Ausweitung von Internetsperren
Der Vollständigkeit halber sei noch hinzugefügt, dass Wiefelspütz dieses Statement vorhin gegenüber der dpa dementiert hat. (heise online) Ob dies nun passierte, weil ein Reporter etwas völlig missverstanden hat oder er selbst Druck bekam, kann ich allerdings gerade nicht beantworten. Will ich aber auch besser gar nicht.
Als wir letzte Nacht an einer KVB-Haltestelle standen (siehe Foto) und Lust auf Grunz-Karaoke hatten, kamen wir auf die wundervolle Idee, einen Trash-Metal-Remix des Fließtextes auf der KVB-Anzeige zu kreieren.
Das Stück trägt den Titel “Damit sich alle wohler fühlen!” und besteht aus drei Strophen:
Morgen ist in Bonn großer Aktionstag hinsichtlich der dortigen Vorbereitungen des alles entscheidende Kopenhagener Weltklimakonferenz. Regierungsvertreter aus über 190 Ländern werden hier, unweit des Rheins, erstmals über einÂen konkreten Entwurf für diesen Jahrhundertvertrag verhandeln.
Dazu ist geplant ist in den Rheinauen ein Aktionsbild geplant, das von der Luft aus geschossen wird. Das ganze findet wohl um 12.00 Uhr statt. Infos dazu gibt es auf www.350.org. Wer Lust hat, soll hingehen!
Weil ich schon mal so früh wach bin, hab ich auch gleich mal die Camping-Fotos vom Wochenende durch den Rohdaten-Converter gedrückt und ohne viele Worte hochgeladen. Es ist noch zu früh für soviele große Worte. Vielleicht folgt im Laufe des Tages ja noch etwas dazu. (Da gibt’s auch noch ein Panorama-Bild, das zusammengestiched werden möchte.)
Was sitzt dieser komische Typ morgens um halb sechs vor seinem PC, mag nun mancheiner denken, der auf den Zeitstempel dieses Beitrags schaut. Warum ich wach bin, ist aber ganz einfach. Weil ich darauf warte, dass all die giftigen Dämpfe aus meiner Wohnung ziehen, die sich gerade gebildet haben, als der Lithium-Ionen-Akku meines Nokia-Handys vorhin explodiert ist. Ich wurde von einem lauten Geräusch wach, das wie das Umfallen eines Wäscheständers klang. Nur eben direkt neben meinem Kopf. Der Wäscheständer stand aber draußen. Ich machte die Augen auf und sah, wie sich ein glühender Ring um das schwarze Loch in meiner Matraze ausbreitete. Moment! Loch ich der Matraze? War das gestern schon hier? Nein! Der Handyakku brennt!
Das Handy hing über nacht am Ladekabel und lag eigentlich gar nicht auf der Matraze, sondern auf dem Bettrahmen, mit dem Akkufach nach unten. Dann ist der Akku explodiert, der Deckel flog hinters Bett und das Handy (Impulserhaltung….) landete auf der Matraze, der Akku daneben. Die Matraze wiederum fing Feuer. Das wiederum habe ich im Halbschlaf mit dem Kopfkissen ausgeschlagen. (Nichts persönliches, ich mag nur einfach generell keine brennenden Matrazen, zumindest nicht, wenn ich darauf schlafe..) Der Akku hat dabei einen Satz auf die Bettdecke gemacht und hat sofort den Bezug komplett durchgebrannt und sich hübsch in der Daunendecke “versteckt”. (Ja, ein Wunder: Die Decke brannte auch.) Auch die Decke habe ich dann mit dem Kopfkissen ausgeschlagen, so dass der Akku *endlich* auf dem Fußboden landete. Und das alles noch vor dem ersten Kaffee des Tages.
Fazit: Ein kaputter Akku: 10€. Ein neuer Kissen- und Deckenbezug: 50€. Eine neue Matraze: 200€. Und das Einatmen giftiger Dämpfe während man schläft: Unbezahlbar.
Ironischerweise hat das Handy selbst unbeschadet überlebt, soweit ich das ohne neuen Akku beurteilen kann. Ich trinke nach diesem Erlebnis am frühen Morgen erstmal einen großen, heißen Kaffee und mampfe die Schokolade des Überraschungsei’s, das hier noch auf dem Schreibtisch liegt. Und wenn die Luft hier im Zimmer wieder halbwegs transparent ist, werde ich mal versuchen, noch2-3 Stündchen zu schlafen. Ich liebe wundervolle Überraschungen am Morgen…. Cheers!
Mein Hörnchen sammelt (kein Witz) Kronkorken! Ich hab die Sammlung soeben in dem Hörnchen-Nest in der Transportbox auf dem Schrank gefunden… Und da sag nochmal wer, mein Haustier bräuchte ein Hobby — sie hat bereits eins!
Erst zu tief in die Weinflasche geschaut, nun eine Kronkorkensammlung. Wo hat sie das nur her?!
Gestern Nachmittag gabs ein ganz schönes Gewitter mit einem ebenso kräftigen Regenguss, in dem ich auf dem Heimweg nach dem Training eeeetwas unfreiwillig herumgespluncht habe…^^ Klitschnass war ich! So nass, dass ich das nasse Tshirt zu Hause kaum noch über den Kopf bekommen habe.
Für das nächste Gewitter habe ich aber bereits eine Lösung! — Man muss sich von diesem Regenzeugs ja schließlich nicht alles gefallen lassen.
Die für den 5. Juni in Karlsruhe geplante Intel Fridy Night der “Bundesliga für Computerspiele” wird nicht stattfinden. In einer Mitteilung des Veranstalters Turtle Entertainment heißt es, er habe sich mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU), der sich für den Wettbewerb eingesetzt hatte, “darauf verständigt, von unserem Vertragsrecht Abstand zu nehmen und die Veranstaltung abzusagen”. Damit kommt Turtle Entertainment einem möglichen Beschluss einer für heute Nachmittag angesetzten Sondersitzung des Gemeinderats zuvor. Auf dieser wollte die Karlsruher CDU ein Verbot des Computerspiele-Wettbewerbs fordern.
Da fass ich mir doch an den Kopf und SCHREIE mal ganz laut! Missbrauchsopfer werden für Internetsperren missbraucht, harmlose Paintballspieler werden als Killer hingestellt und Computerspiele werden für Amokläufe verantwortlich gemacht. Wo soll das noch hinführen? Wer sind diese “Politiker”, dass sie keine einzige sachliche Diskussion zu Stande bringen? Es gibt keinen begründeten Verdacht, dass PC-Spiele zu Gewalt führen. Und schon gar nicht kann man verallgemeinern, dass PC-Spiele Auslöser von Amokläufen sein können. Es gibt Millionen(!!) von Menschen, die jeden Tag mehrere Stunden täglich mit so bezeichneten “Killer”- oder “Mordsimulationsspielen” verbringen. Und wieviele Amokläufer gibt es? Soll der Karlsruher Bürgermeister doch mal zwei Zebrastreifen durch Ampeln ersetzen oder 2-3 Blitzkästen vor gefährlichen Kreuzungen aufstellen. Damit würde er in den kommenden fünf Jahren sicher mehr Menschenleben retten, als er Amoklaufopfer durch das Verbot von Egoshootern und Paintball verhindern würde.
Liebe Politiker, konzentriert eure Ressourcen auf Themen, die von Belang sind und WIRKLICH etwas verändern, statt weiterhin diese emotionale Wahlkampfschiene zu fahren. Das ist doch blanker Egoismus und zeugt nur von Verlangen nach Aufmerksamkeit. Aber nicht nach Verbesserung. Reicht es nicht, dass die BILD-Zeitung nur das druckt, was die meisten ihrer wenig gebildeten Leser hören wollen? Verkauft sich ja schließlich so auch am besten.
Und mal ehrlich: Die Spiele mögen FSK 18 sein. Na und? Ich bin über 18, ich darf sie spielen. Niemand unter 18 Jahren wird auf einer offiziellen LAN-Party ab 18 Jahren freigegebene Spiele spielen dürfen, wenn er dieses Kriterium nicht erfüllt. Ist es also nicht mehr Recht, sich nach geltendem Recht zu verhalten? Nein, versuchen wir lieber in die Rechte unserer Bürger einzugreifen, um den Massen vorzugaukeln, hier würde etwas passieren? Heute scheißen wir also aufs Grundgesetz. Und morgen?!